Aktivierende Pflege

Aktivierende Pflege bedeutet die Förderung der Selbstständigkeit einer pflegebedürftigen Person, die Mobilität, sowie die soziale Bindung soll gefördert werden. Dem Patienten soll hier allerdings nicht das Gefühl vermittelt bekommen abhängig zu sein, hier steht die Selbstmotivierung Tätigkeiten aus eigener Kraft zu bewältigen und den Patienten zu ermutigen sowie mit Lob zu fördern. Die wohl beste Aussage hierfür ist, dass die aktivierende Pflege die Hilfe zur Selbsthilfe widerspiegeln soll.

Der Patient bekommt damit genau vermittelt, wie er was machen soll, dass es gerade ihm, der körperlich oder geistig beeinträchtigt ist, es leichter fällt manche Tätigkeiten selbst erledigen zu können und sich selbst in seinem Selbstwertgefühl zu steigern. Natürlich steht ihr immer das tägliche Befinden des Patienten im Vordergrund und ist von der Pflegeperson festzustellen und danach die Anleitung zur Eigenunterstützung anzuordnen. Der Patient soll lernen, die Unterstützung der Pflegekraft anzunehmen und eigene Defizite erkennen und eventuell, auftretende Hürden, wie Schamgefühl überwinden und sich wieder trauen, Tätigkeiten selbst zu verrichten, auch wenn diese nicht auf Anhieb gelingen, aber der Versuch soll eine innere Befriedigung auslösen.

Sicherlich ist dieser Therapierungsweg für alle Beteiligten unter Umständen sehr anstrengend, doch nur so lässt sich eine komplette Hilflosigkeit und das Einsacken des Gemüts eines Menschen ein wenig herauszögern und noch das Beste aus der Pflegebedürftigkeit herausziehen. Sollten Sie sich als Angehöriger entscheiden, diesen Weg zu gehen, sollte Ihr erstes Privileg sein, Informationen bei den speziellen Beratungsstellen zu holen. Betroffene sind oftmals sehr empfindlich und benötigen sehr viel Feingefühl, das in der Stresssituation der Pflege des Öfteren vergessen wird.